Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,
sehr geehrte Damen und Herren!

Heike Taubert, Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit
Thüringen hat für die Jahre 2011 und 2012 den Vorsitz der Sportministerkonferenz übernommen. Thüringen ist ein Sportland. Davon zeugen nicht nur die zahlreichen Erfolge der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler aus dem Freistaat. Auch unsere Bevölkerung ist sehr sportbegeistert. Über 374.000 Thüringerinnen und Thüringer treiben in Vereinen organisiert Sport. Sie alle wissen wie die vielen Sportbegeisterten in ganz Deutschland auch: Sport hält gesund und steigert die Leistungsfähigkeit. Sportliche Betätigung und Erfolge wecken Selbstvertrauen und stärken das Selbstbewusstsein. Sport leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Lebensqualität.
Sport hat immer auch eine soziale Komponente. Denn der Kontakt zu Gleichgesinnten bringt Geselligkeit und fördert Integration. Unsere Gesellschaft lebt vom Miteinander. Dazu tragen Sport und Spiel eine Menge bei. Sich sportlich zu betätigen heißt: zusammen trainieren, spielen oder sich im Wettkampf miteinander messen. Dabei gilt es, die Regeln einzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. So vermittelt Sport Werte wie Fairness, Akzeptanz und Gemeinschaft. Das stärkt auf lange Sicht auch den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass unsere Kinder und Jugendlichen regelmäßig Sport treiben. Der reguläre Sportunterricht in der Schule ist unverzichtbar. Er ist Teil eines ganzheitlichen Bildungskonzepts und bietet im breit gefächerten Stundenplan den nötigen Ausgleich für unsere Schülerinnen und Schüler. Sportunterricht ist ein erster Zugang zu mehr Bewegung. Das kommt gerade auch den Sportvereinen zu Gute. Im Sinne von ganztägigen Angeboten an Schulen ist zukünftig eine viel stärkere Vernetzung von Schule und Sportverein gefragt.
Wenn wir wollen, dass Menschen mehr Sport treiben, müssen wir auch für intakte Sportstätten sorgen. In Zeiten knapper öffentlicher Finanzen wird es immer stärker darauf ankommen, eine verlässliche Finanzierung für eine gute Infrastruktur bereitzustellen. Dabei muss auch klar sein, dass nicht alles, was wünschbar ist auch überall vorgehalten werden kann und muss.
Die zukünftige Finanzierung und Förderung des Sports und seiner Mitgliedsorganisationen stehen in engem Zusammenhang mit den Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes sowie des Europäischen Gerichtshofes zur Ausgestaltung des Staatsmonopols über das Glücksspielwesen. Der Staatslotterievertrag läuft zum 31. Dezember 2011 aus. Die Positionen zur Neuordnung sind enorm vielfältig. Die finanzielle Förderung des Sports muss verlässlich abgesichert werden. Das ist ein zentrales Thema der nächsten Jahre.
Im Sport muss es fair zugehen. Für Doping ist deshalb im Sport kein Platz! Doping ist wie ein Foul konsequent zu bestrafen. Leider sind leistungssteigernde Substanzen mittlerweile auch im Breitensport keine Seltenheit mehr. Die Auswirkungen und Folgen dieses Missbrauchs werden oft verharmlost. Darum sind Kontrollen unverzichtbar. Wir müssen aber auch gezielt aufklären und immer wieder für einen sauberen Sport werben.
Als Sportministerin des Freistaats Thüringen lade ich alle Sportinteressierten ein, sich auf den Internetseiten der Sportministerkonferenz zu informieren. Treten Sie zu allen aktuellen Fragen rund um den Sport mit den Verantwortlichen in den Dialog. Das Wichtigste ist aber, dass Sie selbst sportlich und immer in Bewegung bleiben!
Es grüßt sie herzlich
Heike Taubert
Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit
