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Bremen übernimmt Vorsitz der Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister für 2019 und 2020

Senatorin Stahmann will Tabus im Sport durchbrechen

Zum Jahreswechsel 2018/2019 übernimmt das Land Bremen für zwei Jahre den Vorsitz in der Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister (SMK). Zuletzt hatte Bremen den Vorsitz in den Jahren 2004 und 2005. 2020 wird Rheinland-Pfalz die Staffel von Bremen übernehmen, in den vergangenen zwei Jahren hatte das Saarland unter Klaus Bouillon den Vorsitz.

"Es gibt noch zu viele Tabubereiche, mit denen wir uns künftig intensiver befassen müssen", sagte Senatorin Stahmann. "Wahrgenommen werden bislang die klassischen Themen: Doping, Bundesstützpunkte, die großen Wettbewerbe, der Breitensport. Tabuthemen sind aber bis heute: sexuelle Übergriffe oder sexuelle Identität im Spitzensport." Auch die Wertigkeit vom Frauensport in der öffentlichen Wahrnehmung, im Sponsoring und bei den Einkommen müsse thematisiert werden sowie das schambesetzte Thema "sexuelle Identität" im Spitzensport. Senatorin Stahmann: "Wir wollen in den kommenden zwei Jahren auch solche Fragen intensiv diskutieren und sozialpolitische Debatten verstärkt auf dem Feld des Sports führen. Sport ist ein Querschnitt der ganzen Gesellschaft, und wir tun gut daran, gesellschaftliche Debatten auch im Sport zu führen."

Die Sportministerkonferenz besteht seit 1977 und dient der Koordinierung der Sportförderung in den Ländern. Darüber hinaus wahrt die SMK die Interessen aller Bundesländer im Bereich des Sports auf nationaler wie internationaler Ebene. Sie ist erster Ansprechpartner der Länder für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und für das Bundesministerium des Inneren, Bau und Heimat (BMI), wo der Sport auf Bundesebene angesiedelt ist.

Vertreten sind in der SMK neben den Ländern auch ständige Gäste: das BMI, der DOSB, der Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag sowie die Kommission "Sport" der Bildungsministerien der Länder ("Kultusministerkonferenz"), vertreten durch das jeweilige Vorsitzland.